Ausstellung »Am linken Ufer / Ausdehnung« – Fotografie aus Transnistrien und von der Krim

Ausstellung »Am linken Ufer / Ausdehnung« – Fotografie aus Transnistrien und von der Krim

Datum / дата
25.11
Uhrzeit / час
10:00 - 16:00
Ort / адреса
Galerie nEUROPA
Bautzner Str. 49
01099 Dresden
Ausstellung in der Galerie nEUROPA:
18. November 2022 – 15. Februar 2023
Vernissage:
18. November 2022, 20 Uhr

 

Ramin Mazur – Am linken Ufer / Ausdehnung

In einer Zeit der Nachrichtenflut bietet der moldauische Fotograf Ramin Mazur einen ruhigen Blick in den Alltag europäischer Regionen, die sonst ungesehen blieben. Er konzentriert sich auf die Ruhe nach dem politischen Sturm. Seine Bilder zeigen das Innehalten, das Durchatmen. Er visualisiert die leisen eher unspektakulären Töne, die aber das Leben in diesen eingefrorenen Konfliktzonen oft treffender beschreiben als eine dramatisch zugespitzte Berichterstattung. Er porträtiert Regionen, welche durch politische Ausnahmezustände und dem damit verbundenen Identitätsverlust geprägt sind. Ihm geht es nicht um klare Antworten, sondern ein Gefühl für das Leben vor Ort zu vermitteln.

 

Fotografie aus Transnistrien und von der Krim

 

„Am linken Ufer“ entstand durch die Rückkehr des Fotografen in seine Heimatstadt Rybnitza in Transnistrien, ein durch russische Unterstützung de facto unabhängiger Teil der Republik Moldau. Ursprünglich wollte er das geteilte Land und die Suche nach der Identität der Menschen darstellen. Dabei wurde ihm bewusst, dass er zuerst nur an der Oberfläche kratzte. Er beschloss öfter in seine Heimat zu fahren. Den Alltag der Menschen zu dokumentieren, die dort geblieben sind, Erinnerung an seine Kindheit wiederzufinden und ein Gefühl für den Ort zu bekommen, der immer mehr seiner Bewohner:innen verliert.

 

Für „Ausdehnung“ reiste Ramin Mazur 2014 wenige Wochen nach der russischen Annexion mehrmals auf die Krim, um ein Gefühl für die Stimmung auf der Halbinsel zu bekommen. Dabei galt seine besondere Aufmerksamkeit den Krimtataren, deren Kultur nicht nur seit Jahrhunderten das Leben auf der Krim geprägt hat, sondern welche ihnen auch immer wieder durch Fremdherrschaften streitig gemacht wurde.

 

Ramin Mazur ist ein Dokumentarfotograf. Er verbindet einen klassischen Ansatz mit neuen Formen der Bildsprache in der Kunst der Fotografie. Ramin Mazur lebt und arbeitet als Fotograf in Chisinau, der Hauptstadt der Republik Moldau. Er studierte u.a. in Chisinau und New York, ist bereits mehrfach ausgestellt worden und realisiert immer wieder eigene dokumentarische Langzeitprojekte.

 

 

Kuratiert von Matthias Schumann

 


Die Ausstellung findet in Kooperation mit n_ost statt.

Die Ausstellung ist Teil des Projekts von Kultur Aktiv (Deutschland) in Zusammenarbeit mit Ta(r)dino 6 Art Platform (Aserbaidschan) und IZOLYATSIA Platform for Cultural Initiatives (Ukraine), das vom Programm Culture of Solidarity der Europäischen Kulturstiftung und der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert wird.